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Geschichte des Vereins

„Essen baut zum dritten Male sein Münster wieder auf!“ –  So hieß das Motto wenige Monate nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Damit begann zugleich die Geschichte des Münsterbauvereins, der ersten Essener „Bürgerinitiative“ nach 1945. Mit dem Wiederaufbau des im Krieg stark beschädigten Münsters war die Kirchengemeinde allein überfordert. Im September 1946 rief der damalige Essener Oberbürgermeister Heinz Renner nach einem einstimmigen Ratsbeschluss die Essener Bevölkerung zur Bildung eines überkonfessionellen Vereins zum Wiederaufbau der Münsterkirche auf. Ein Jahr später, am 18. November 1947, wurde der „Verein für die Erhaltung und Ausstattung des Essener Münsters“ gegründet.

Von Anfang an war der Verein überkonfessionell ausgerichtet. Der Essener Oberbürgermeister erklärte 1946: „Die Wiederaufrichtung und Instandsetzung des im Herzen unserer Stadt gelegenen Wahrzeichens, das zu den ältesten und schönsten Baudenkmälern unserer rheinischen Heimat zählt, ist eine Ehrenpflicht aller Essener Bürger. Ich rufe daher die gesamte Bürgerschaft auf zur Bildung eines Vereins zum Wiederaufbau des Essener Münsters.“ Die Resonanz, die Renner fand, war groß – binnen kurzer Zeit zählte der Verein weit mehr als 1000 Mitglieder. Im Oktober 1948 erschien die erste Ausgabe der Vereinsschrift „Das Münster am Hellweg“, die das Interesse an der Geschichte der alten Münsterkirche wecken und ihre Bedeutung unterstreichen sollte. Dieser Aufgabe fühlt sich der Münsterbauverein bis heute verpflichtet. Er hat entscheidend dazu beigetragen, dass das schwer beschädigte Münster nach dem Krieg wieder aufgebaut und damit gerettet werden konnte. Der eigentliche Wiederaufbau begann erst 1950 und konnte im Mai 1957 äußerlich abgeschlossen werden. Auch die Renovierung der St. Johanneskirche, die schon 1949 abgeschlossen war, wurde mit Mitteln des Münsterbauvereins realisiert. Doch nicht nur der Wiederaufbau nach den Kriegszerstörungen erforderte Geld. Nach der Errichtung des Bistums Essen durch Papst Pius XII. musste auch die Umgestaltung des Münsters zu einer Bischofskirche finanziert werden. Die durch den Bombenangriff im März 1943 zerstörten Fenster wurden in den 1950er und 1960er Jahren nach und nach durch moderne Glaskunstwerke ersetzt: die Fenster im Westbau von Heinrich Campendonk 1953, die Chorfenster von Ludwig Gies 1959 bis 1962, die Langhausfenster von Wilhelm Buschulte 1965, in der Ostkrypta die Fenster Alfred Manessiers (Entwurf) und François Lorins (Ausführung) 1959 bis 1961. Das Altfriddenkmal von Ludwig Deller, 1974 vor der Schatzkammer aufgestellt, wurde ebenso vom Münsterbauverein finanziert wie die Bronzeportale zum Atrium, die der Salzburger Bildhauer Toni Schneider-Manzell 1979 schuf.

 

Der Wiederaufbau des Essener Münsters ist lange abgeschlossen. Die Aufgabe, die ehrwürdige Kirche zu erhalten und für ihre weitere Ausstattung Sorge zu tragen, ist jedoch geblieben.